7. Januar 2026

Digitalisierung in der Arztpraxis: Übersicht über Finanzierungsmöglichkeiten 2026

Digitalisierung in der Arztpraxis: Übersicht über Finanzierungsmöglichkeiten 2026

Corinna Meyer-Riedt

Warum Digitalisierung für Arztpraxen unverzichtbar ist

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist eines der Hauptthemen für moderne Arztpraxen. Von der Online-Terminbuchung über die digitale Anamnese und Aufklärung bis hin zu Videosprechstunden, digitale Lösungen optimieren nicht nur die Praxisabläufe, sondern verbessern auch die Patientenversorgung und Patientenzufriedenheit erheblich. 

Für die Digitalisierung werden finanzielle Mittel benötigt. Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Förderprogramme auf Bundes- und Länderebene, die niedergelassene Ärztinnen und Ärzte bei der digitalen Transformation unterstützen. 

Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Förderungsmöglichkeiten in Deutschland.

Überblick: Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es?

Die Förderlandschaft für die Digitalisierung von Arztpraxen ist vielfältig und gliedert sich in mehrere Bereiche. Auch gibt es verschiedene Förderangebote auf Bundes- und Länderebene, welche laufend angepasst werden.

Auf Bundesebene stehen Ihnen sowohl allgemeine Digitalisierungskredite der KfW als auch spezifische Finanzierungen für die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) zur Verfügung. 

Auf Länderebene bieten die Bundesländer eigene Programme an, die häufig als Digitalboni oder Innovationsgutscheine ausgestaltet sind. Diese Programme sind oft speziell auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zugeschnitten, und Arztpraxen fallen in den meisten Bundesländern in diese Kategorie und sind damit ideal für diese Programme geeignet..

Wichtig zu wissen: Die Förderlandschaft entwickelt sich ständig weiter. Programme werden angepasst, neue Förderungen kommen hinzu, andere laufen aus. Es lohnt sich daher, regelmäßig die aktuelle Fördersituation zu prüfen. Eine zentrale Anlaufstelle hierfür ist die Förderdatenbank des Bundes, die einen aktuellen Überblick über alle verfügbaren Förderprogramme bietet.

Förderungen auf Bundesebene

KfW ERP-Förderkredit Digitalisierung

Der ERP-Förderkredit Digitalisierung ist ein umfangreiches Programm für die Digitalisierung von mittelständischen Unternehmen. Viele Arztpraxen und MVZ fallen daher mit in diese Kategorisierung. Die Förderung ist in drei Stufen gestaffelt, wobei umfangreichere Vorhaben mit besseren Konditionen belohnt werden.

Stufe 1 – Basisdigitalisierung

Diese Stufe richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und maximal 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Gefördert werden grundlegende IT-Investitionen wie Hardware (Computer, Tablets), Standardsoftware, Breitbandnetze und Cloud-Migration.

Voraussetzung: Vor der Beantragung muss der KfW-Digitalisierungs-Check durchgeführt werden (Dauer ca. 20 Minuten).

Stufe 2 – LevelUp-Digitalisierung

Hier erhalten Sie zusätzlich zum Kredit einen Förderzuschuss von 3 Prozent des ausgezahlten Betrags (maximal 200.000 Euro). Gefördert werden digitale Transformation (z.B. vernetzte Scanner, Röntgengeräte, Praxissoftware), IT-Sicherheitskonzepte und Mitarbeiterweiterbildung im Digitalisierungsbereich.

Stufe 3 – HighEnd-Digitalisierung

Die höchste Förderstufe bietet 5 Prozent Zuschuss (maximal 200.000 Euro) für innovative Projekte wie Big-Data-Anwendungen, KI-Integration oder große Digitalisierungsvorhaben 

Tipp: Mit dem KfW-Stufencheck können Sie unverbindlich ermitteln, in welche Stufe Ihr Vorhaben fällt.

Förderungen auf Länderebene

Die Bundesländer ergänzen die bundesweiten Programme durch eine Vielzahl an eigenen Förderinitiativen. Hier eine Auswahl der wichtigsten Programme:

Bayern: Digital Bonus

Bayern bietet ein zweistufiges Förderprogramm für kleine Unternehmen:

Digital Bonus Standard:

  • Zuschuss: bis zu 50 Prozent, maximal 10.000 Euro

  • Mindestausgaben: 4.000 Euro

  • Kann für jeden Förderbereich einmal beantragt werden

Digital Bonus Plus (für besonders innovative Maßnahmen):

  • Zuschuss: bis zu 50 Prozent, maximal 50.000 Euro

  • Nur einmal beantragbar, nicht kombinierbar mit Standard

Gefördert werden IT-Hardware, Software und Maßnahmen zur IT-Sicherheit. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme bei der zuständigen Bezirksregierung eingereicht werden.

Zusätzlich unterstützt das BayDiGuP-Programm (Bayerische Förderrichtlinie für digitale, innovative Gesundheits- und Pflegeprojekte) spezielle E-Health-Projekte, Telemedizin und digitale Versorgungsmodelle für Praxen, MVZ und Versorgungsnetzwerke.

Sachsen: Digitalisierung im Gesundheitswesen (eHealthSax)

Sachsen setzt einen besonderen Schwerpunkt auf das Gesundheitswesen und bietet attraktive Förderkonditionen:

Förderkonditionen:

  • Zuschuss: bis zu 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben

  • Bereiche: Digitalisierung im Gesundheitswesen, telemedizinische Anwendungen, digitale Infrastruktur, Modellvorhaben

Anträge sind an die Sächsische Aufbaubank (SAB) zu richten. Das Programm unterstützt patientenorientierte Anwendungen und sektorenübergreifende Dienstleistungen.

Thüringen: DigitalBonus

Der Thüringer DigitalBonus fördert die digitale Transformation von KMUs, zu denen auch die meisten Arztpraxen und MVZ zählen.

Förderkonditionen:

  • Zuschuss: bis zu 50 Prozent, maximal 15.000 Euro

  • Mindestausgaben: 5.000 Euro, Höchstausgaben: 150.000 Euro

  • Maximal 2 Anträge möglich

Förderbereiche:

  • Digitalisierung und Automatisierung von Betriebsprozessen

  • Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen

  • Datensicherheit und Cybersicherheit

  • Mitarbeiterschulungen im Zusammenhang mit dem Digitalisierungsprojekt

Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens über das Thüringer Förderportal bei der Thüringer Aufbaubank (TAB) einzureichen.

Weitere länderspezifische Programme

Neben den genannten Beispielen bieten auch andere Bundesländer spezifische Fördermöglichkeiten:

Allgemeine KMU-Digitalisierungsprogramme: Viele Länder haben Digitalboni oder Innovationsgutscheine für kleine und mittlere Unternehmen aufgelegt, die auch für Arztpraxen nutzbar sind. Diese fördern typischerweise Hardware, Software, Workflow-Digitalisierung, Terminmanagement, Telemedizin und IT-Sicherheit.

EFRE- und ESF-Projekte: Über Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) werden in vielen Bundesländern Modellprojekte zur vernetzten Versorgung, sektorenübergreifende Plattformen und Daten- und Forschungsprojekte gefördert.

Landeskrankenhaus-Investitionsprogramme: Diese Programme fördern zwar primär Krankenhäuser, enthalten aber oft auch Module für die ambulante Versorgung oder sektorenübergreifende Projekte, an denen sich Praxen beteiligen können.

So finden Sie die passende Förderung für Ihre Praxis

Die Vielzahl an Fördermöglichkeiten kann zunächst überwältigend wirken. Hier einige praktische Tipps für die Auswahl des richtigen Programms:

1. Analysieren Sie Ihren Digitalisierungsbedarf: Welche konkreten Maßnahmen planen Sie? Geht es um grundlegende IT-Ausstattung oder um innovative Lösungen zur Digitalisierung Ihrer Praxis wie Tools zur digitalen Anamnese und Aufklärung wie Simpleprax oder einen digitalen Kalender?

2. Evaluieren Sie Ihren konkreten Bedarf: Welchen finanziellen Aufwand erwartet Sie? In welcher Höhe benötigen Sie hierfür eine Förderung?

3. Nutzen Sie die Förderdatenbank: Die Förderdatenbank des Bundes bietet eine Suchfunktion, mit der Sie gezielt nach Programmen für Ihre Region und Ihr Vorhaben suchen können und sich so schnell einen Überblick über die angebotenen Programme machen können .

4. Beachten Sie Antragsfristen: Viele Programme haben feste Stichtage oder werden nur zu bestimmten Zeiten ausgeschrieben. Planen Sie Ihr Vorhaben frühzeitig.

5. Kombinationsmöglichkeiten prüfen: In einigen Fällen können verschiedene Förderungen kombiniert werden, wie ein Landesförderprogramm mit einem KfW-Kredit. Achten Sie aber auf mögliche Ausschlussklauseln.

6. Lassen Sie sich beraten: Die Hausbank, Kassenärztliche Vereinigung oder spezialisierte Unternehmensberater können Sie bei der Auswahl und Beantragung unterstützen.

Fazit: Digitalisierung in Arztpraxen kann gefördert werden

Für die Digitalisierung Ihrer Arztpraxis gibt es vielfältige Fördermöglichkeiten, um die Sie sich bemühen können, um finanzielle Unterstützung zu erhalten. 

Wichtig ist hierbei, dass Sie sich frühzeitig informieren und in den meisten Fällen Ihren Antrag vor Beginn der Maßnahme stellen. Die meisten Programme fördern nur Vorhaben, die noch nicht begonnen wurden. Nutzen Sie die digitalen Tools wie den KfW-Digitalisierungs-Check und die Förderdatenbank des Bundes. Da sich die Förderlandschaft kontinuierlich weiterentwickelt, empfehlen wir Ihnen, regelmäßig die Förderdatenbank zu beobachten und sich über neue Programme zu informieren. So verpassen Sie keine Chance, Ihre Digitalisierungsvorhaben optimal zu finanzieren.

Die Investition in Digitalisierung zahlt sich mehrfach aus: durch effizientere Praxisabläufe, bessere Patientenversorgung und zukunftssichere Strukturen. 

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